Dr. med. Martin Metz Dr. med. Sabine Gräfin von Silva-Tarouca Dr. Univ. Bologna Andreas Hendel
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Palliativmedizin

Wenn in schweren weit fortgeschrittenen Erkrankungen eine weitere lebensverlängernde Therapie nicht mehr sinnvoll erscheint, können wir mit den Möglichkeiten der Palliativmedizin lindernd und begleitend weiterhelfen. Unser Ziel ist es dabei, für die verbleibende Lebenszeit dafür zu sorgen, dass die betroffenen Patienten eine möglichst hohe Lebensqualität frei von belastenden Symptomen haben. Deshalb arbeiten wir auch aktiv im Netzwerk Hospiz und Palliativmedizin Südostbayern und bei der Hospizgruppe der Caritas Traunstein mit.

 Begründet wurde die moderne Palliativmedizin von Cicley Saunders, einer englischen Ärztin, die folgendes gesagt haben soll: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Ihre Aussage erklärt noch einmal etwas anders ausgedrückt, worum es in der Palliativmedizin geht. Es ist ein Konzept der Krankheitsbegleitung. Der Patient soll dahingehend betreut werden, dass ihm ein guter Umgang mit seiner Situation möglich ist. Er soll seine verbleibende Zeit möglichst selbstbestimmt und ohne abwendbares Leid leben können.

Die Palliativmedizin geht über die herkömmliche medizinische Behandlung hinaus, denn auch psychosoziale und spirituelle Aspekte werden innerhalb des ganzheitlichen Konzepts miteinbezogen. Aus diesem Grund sind häufig neben Ärzten verschiedene Spezialisten wie Physiotherapeuten, Pflegekräfte, Psychologen, Seelsorger und Sozialarbeiter an der Behandlung beteiligt.

Auch gerade die Zusammensetzung dieser verschiedenen Spezialisten zeigt, dass es in der Palliativmedizin nicht allein, um die Behandlung und den Umgang mit körperlichen Symptomen geht. Das Wissen um den sich nahenden Tod, ist für viele Menschen eine große Belastung auf psychischer Ebene. Aus diesem Grund ist auch die Hilfe von Psychologen und Seelsorgern wichtig. Seelsorger können dabei helfen bisher ungeklärte Dinge im Leben in Ordnung zu bringen und Frieden durch den Glauben zu erfahren. Auch Menschen, die in ihrem Leben mit dem Glauben nicht viel anfangen konnten, haben häufig den Wunsch nach dieser spirituellen Unterstützung.

Studien bestätigen nicht nur die Wirksamkeit der palliativen Medizin, in manchen Fällen konnte die Lebenserwartung der Patienten sogar um einige Wochen verlängert werden, wie es in einer Studie palliativ behandelter Krebspatienten am Massachusetts General Hospital in Boston der Fall war. Eine weitere Erkenntnis ist, dass der Patient umso mehr von der palliativen Behandlung profitiert, je früher diese beginnt. So kann es für Krebskranke beispielsweise sinnvoll sein bereits zu Beginn der Erkrankung mit einem Psychologen zu sprechen oder palliativer Angebote in Anspruch zu nehmen.